Mustertassen
Donnerstag, Juni 22nd, 2006Mal wieder eine richtig nette Idee: Kaffeetassen mit Bodenmuster. Damit sehen die Kaffeeflecken auf der Tischdecke wenigstens stilvoll aus. Produkt des Tages!

Mal wieder eine richtig nette Idee: Kaffeetassen mit Bodenmuster. Damit sehen die Kaffeeflecken auf der Tischdecke wenigstens stilvoll aus. Produkt des Tages!

Wieder mal ein Telepolis-Artikel, der mir aus der Seele spricht. Rolf Gössner zur WM:
Die Bundesrepublik [..] nimmt dieses sportliche Mega-Ereignis zum Anlass, den Staat noch weiter aufzurüsten, verschärft auf Überwachung und Kontrolle zu setzen, auf Abschottung und Ausgrenzung, auf Machtdemonstration und Abschreckung. Schon im Vorfeld der WM schien es, als würde in einer Art von nationalem Sicherheitswahn der Ausnahmezustand geradezu herbeiphantasiert, als müsse sich der Gastgeber Deutschland vor einem feindlichen Überfall schützen, als wäre die WM ein Großschadensereignis und kein Sportfest.
und weiter:
Es gibt, wie gesagt, ein WM-Bedrohungsszenario, mit dem fleißig innere Sicherheitspolitik betrieben wird. Gerade diese Art von “Sicherheitspolitik” folgt einem Trend, der schon lange eingeschlagen worden ist und der seit den Terroranschlägen in den USA vom 11.9.2001 verschärft vorangetrieben wird. Seitdem liefert die “internationale Terrorgefahr” eine bewährte Super-Legitimation für schwere Grundrechtseingriffe. Diese ständige diffuse Bedrohung legitimiert offenbar die Preisgabe von Bürgerrechten und begünstigt angepasstes Wohlverhalten der Bürgerinnen und Bürger: “Angst ist das Schmieröl der Staatstyrannei”, so lautet eine frühe Erkenntnis sinngemäß.
Die Netzeitung schreibt über ein kleines Maleur britischer Touris. Naja, kann jedem mal passieren. Man sollte eben immer seinen Langenscheid dabeihaben ;-)
Ein deutsches Straßenschild hat britische Fußballfans verwirrt. Sie fanden ihren Parkplatz nicht wieder, obwohl sie sich den Straßennamen extra aufgeschrieben hatten.

NETZEITUNG WM 2006 ABSEITS: Suche nach «Einbahnstraße» verwirrt Briten
Heute ist Flock releases 0.7 beta erschienen. Ein wirklich netter Firefox-Abkömmling, der seinen Fokus auf das Publizieren legt:
Finally, after months of small alpha version bumps, Flock, the social web browser based on Firefox, has unleashed a 0.7 beta with a whole slew of updates, improvements and bug fixes.
Dieser Post ist z.B. direkt aus Flock heraus mit den Blogging-Tools verfasst. Und so sieht das Teil aus:

Soweit ich das sehen kann, ist Flock ein wirklich ernstzunehmender Blogging-Editor. Man kann sogar Bilder direkt aus dem Webbrowser per Drag-and-Drop übernehmen.
Nachtrag: scheinbar hat Flock noch ein paar Probleme mit Umlauten. Die kommen mit einem falschen Encoding bei Wordpress an. Habe bereits einen Bug gefiled.
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Das wurde gerade von unserem Admin im Büro gefunden:

Von der Produkthomepage: “Der Mineral Computer Saver empfiehlt sich für jeden, der längere Zeit an einem Computerarbeitsplatz oder vor dem TV Gerät verbringt. Wer kennt nicht die Probleme durch Übermüdung, brennende Augen und Konzentrationsschwierigkeiten wenn man länger vor dem Bildschirm sitzt. Diesen kleinen Baustein, mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Höhe von 2 cm, bringt man einfach am Server oder am Bildschirm an - fertig.
Ist ja toll. Fluxkompensator?

Heise schreibt, dass sich der Berliner Senat gegen eine vollständige Umstellung der Verwaltung auf Open-Source ausgesprochen hat - mit einer recht abenteuerlichen Begründung:
In dem neuen Bericht können die Abgeordneten nachlesen, dass die “vollständige Umstellung” der Server- und Arbeitsplatzsoftware auf Linux eine “völlige Abkehr” vom Berliner “Open-Systems-Konzept” darstelle. Gemäß dieser “vom Senat verfolgten und dem Parlament bereits in diversen Berichten dargelegten Strategie” sei die Hauptaufgabe die Einrichtung “offener IT-Architekturen”. Erreicht werden soll damit “die für einen wirtschaftlichen IT-Einsatz erforderliche Herstellerunabhängigkeit und Offenheit gegenüber unterschiedlichen Lösungen”.
“Ich nehme Microsoft, weil ich herstellerunabhängig und offen sein will”. Alles klar?
Es ist tatsächlich wahr. Paramount hat gestern offiziell angekündigt, dass J.J. Abrams die Regie beim nächsten Star Trek Kinofilm führen wird. Hoffentlich schmeißen sie jetzt endgültig den “Zerstörer von Star Trek” Brent Spiner raus und lassen Profis die Stories schreiben. Die Gerüchte sagen, dass das bewährte “Lost”-Team an den Start geht. Yipeee…!
Früher hat Steven Spielberg wirklich bemerkenswerte Filme gemacht. Abgesehen von Schindlers Liste, der innerhalb des Spielberg’schen Repertoires etwas aus der Rolle fällt, war er bei wundervollen “hollywood-esquen” Filmen wie “Zurück in die Zukunft”, “E.T.” oder der “Indiana Jones”-Serie beteiligt. Was er sich allerdings bei “Krieg der Welten” gedacht hat kann man nur mutmaßen: eine irrelevante Soap-Story ohne wirklichen Tiefgang gepaart mit einer hahnebüchenen Sci-Fi-Backstory und einem Tom Cruise der wohl einmal zuviel von Scientology gebrainwashed wurde und versucht, dem Zuschauer seine Emotionslosigkeit als Entsetzen zu verkaufen.
Zur Geschichte: Ray Ferrier ist Dockarbeiter und überforderter Vater. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und so bekommt er die gemeinsamen Kinder nur gelegentlich zu sehen. An einem Wochenende ist es wieder soweit: seine Frau Mary Ann fährt auf einen Besuch nach Boston und Ray hat die Kinder am Hals. So gerne er beim rebellischen Teenie-Sohn landen würde - mehr als ein paar Worte werden zwischen Vater und Sohn nicht gewechselt. Die Situation verschärft sich weiter als plötzlich seltsame Blitze vom Himmel kommen und vor einer Kirche nur ein paar Straßen weiter einschlagen. Als Ray nach dem “Gewitter” draußen nach dem Rechten sieht, bricht eine riesige dreibeinige Kampfmaschine aus dem Erdboden und macht alles platt was sich bewegt. Vater, Sohn und Tochter fliehen daraufhin mit dem einzig verbliebenen funktionierenden Auto um nach Boston zu kommen.
Im weiteren Verlauf teilt sich der Film in zwei Hälften auf: in der ersten Hälfte bekommt der Zuschauer einen bombastischen Action-Kracher mit einer extremen Materialschlacht zu sehen, in der zweiten Hälfte setzt Spielberg auf Suspense und Ray trifft u.a. auf einen etwas irren Harlan Ogilvy (weit unter seinen Möglichkeiten dargestellt durch Tim Robbins). Am Ende gibt es ein hollywoodtypisches Happy-End, bei dem fast alle Fragen offen bleiben. Ein Off-Sprecher erklärt das abrupte Ende der Aliens und der Film ist zuende.
Ich kritisiere nicht, dass “Krieg der Welten” keine weitere ID4-Inkarnation ist. Im Gegenteil: eine derartige Alien-Invasion einmal aus der Sicht der “Leute auf der Straße” zu zeigen ist sicherlich reizvoll. Allerdings ging der Versuch Spielbergs, eine Familiengeschichte und eine Geschichte über Verantwortung und Mut mit dem Hintergrund einer Sci-Fi-Story zu erzählen gründlich schief. Ok, die Materialschlacht in der ersten Hälfte ist sehenswert, aber der Trend Hollywoods auf kurzweilige Spezialeffekte zu setzen statt auf eine durchdachte und in sich logische Story geht auch in diesem Film weiter. Zudem hat Spielberg mit Tom Cruise einen Schauspieler gefunden, der über Soap-TV-Niveau nicht hinauskommt. Die einzig überzeugende Darstellung gibt Dakota Fanning in der Rolle der 10-jährigen Tochter ab, die Cruise locker an die Wand spielt.
Alles in allem ein irrelevanter Film ohne Ende (nicht wie üblich mit schlechtem Ende sondern eben mit überhaupt keinem Ende - irgendwann kommt einfach der Abspann). H.G. Wells wird sich im Grabe rumdrehen. Meine Empfehlung: schaut euch lieber den sehr unterschätzten “The Time Machine” an.