Archive for Februar, 2006

Alle Kompasse, bitte nach Dresden ausrichten!

Donnerstag, Februar 23rd, 2006

Heise meldet, dass eine Forschungseinrichtung bei Dresden eine Anlage in Betrieb nehmen will, die “das stärkste, jemals durch gepulsten Strom ausgelöste Magnetfeld ohne Zerstörung der Versuchstechnik erzeugen” kann.

Wenn das mal nicht ‘ne kräftige Subraumverzerrung gibt.

Gizmodo wird doof

Freitag, Februar 17th, 2006

Tja. Kann ich auch nix machen. Gizmodo.de hat seit ein paar Tagen alle Bilder aus ihrem RSS-Feed herausgenommen und schneidet auch noch den Text nach ein paar Worten ab.

gizmodo-logo.gif

Damit sind die jetzt aus meiner Blogroll geflogen. Ich habe echt keine Zeit, jeden Tag n+1 Blogs per pedes zu besuchen. Ein Bannerbetrachter weniger eben.

Pech gehabt. Eine Kontakadresse findet man dort auch nicht. Oder soll ich jetzt an vunet (Beschäftigtenanzahl 1 Quattrillion+1) schreiben?

Inakzeptabler Anschlag auf die Bürgerrechte

Freitag, Februar 17th, 2006

Wie Heise berichtet, hat der Bundestag die verdachtsunabhängige Überwachung der Telekommunikation beschlossen. Willkommen im Überwachungsstaat. So langsam ist der Vergleich zwischen Deutschland und Kuba, China, Iran, USA und Nordkorea ja tatsächlich relevant. Über die vielen Hinterhalte mit denen über das Totschlagargument “Terrorbekämpfung” Bürgerrechte beschnitten werden und die Industrie (besonders die Contentindustrie) Siegespartys feiern kann, wurde schon zu viel geschrieben. Ich bin es leid.

Hier ein paar Zitate:

“Was sich bei der Kriminalität entwickelt hat, ist Lichtjahre von Zeiten des Volkszählungsurteils entfernt”, versuchte Peter Danckert von der SPD das von Karlsruhe deklarierte informationelle Selbstbestimmungsrecht zu relativieren. “Wir leben vor Strukturen von weit verzweigten Verbrechen”, stieß Daniela Raab (CSU) ins gleiche Horn. Beide versicherten, dass die Strafverfolger nicht bei “Bagatelldelikten” an die Daten herankämen. Der Koalitionsantrag sieht aber vor, dass Sicherheitsbehörden auch bei allen “mittels Telekommunikation begangener” Straftaten in den Datenbergen schürfen dürfen. (Heise)

“Bagatelldelikte”? Also alles oberhalb von Falschparken. Wenn wir Glück haben.

CDU-Mann Günter Krings spricht von Opfern und Tätern:

Laut dem CDU-Abgeordneten Günter Krings darf der Staat nicht mehr länger zusehen, “wie seine Bürger zu Opfern werden”. Wer dies ignoriere, “betreibt Täterschutz”. Krings ist sich sicher, dass andernfalls “zahlreiche Verbrechen wie rechtsradikale Straftaten bis hin zu internationalem Terrorismus in Deutschland hätten aufgeklärt werden können”. (Heise)

und beruft sich auf einen nicht veröffentlichten Bericht des BKA - das ist FUD in reinster Form. Wer ist hier jetzt Opfer, wer Täter? Wird der Bürger zum Täter oder Opfer, wenn er jederzeit überwacht werden kann. Wenn er sich einer Abmahnmafia gegenübersieht, die diese Gelegenheit nutzt. Wenn er einer in ihrem Todeskampf wildgewordenen Contentindustrie ausgeliefert ist, die alles dafür tut, nicht geräuschlos und mit möglichst viel Schaden endlich unterzugehen? Wer ist das Opfer?

Und für sowas muss ich auch noch Steuern zahlen. Ich wünschte mir nur ein einziges mal, dass diese Leute selbstständig denken, und sich nicht von Lobbyisten und Beratern beim Austernschlürfen ihre Meinung diktieren lassen würden.

Nachtrag: Wo wir grade bei Scheinheiligkeit sind: Jörg Tauss von der SPD sprach zwar gegen die Vorratsdatenspeicherung, stimmte aber am Ende trotzdem für den Antrag (Netzpolitik). Habe ich schonmal erwähnt, dass ich das Konzept der “Koalitionsdisziplin” für zutiefst undemokratisch halte?

Mac OS X auf PCs

Mittwoch, Februar 15th, 2006

Ich bin mir nicht sicher, ob es ein gut plazierter Fake ist, aber Make berichtet, dass es nun einen Patch gibt, mit dem man Mac OS X auf einem Standard-PC zum laufen bringt. Wenn das tatsächlich wahr ist, dann hat das DRM von Apple ja richtig lange durchgehalten *hüstel*. Zum Beweis präsentiert Make ein Foto:

intelmacosx.jpg

Wobei das natürlich auch geschickt gefakt sein könnte.

Opera für Nintendo DS

Mittwoch, Februar 15th, 2006

nintendo_ds.pngOpera bringt demnächst eine Version ihres Browsers für den Nintendo DS raus. So langsam wirds Zeit, mal drüber nachzudenken, sich so ein Teil anzuschaffen. Wäre ja schon nett, so eine drahtlose und dazu noch günstige Surfstation. Ich bin mal gespannt, wie die Texteingabe realisiert wird. Vielleicht taugt das dann auch als mobiler Blogclient.

Ham’se Payback?

Dienstag, Februar 14th, 2006

fahndungsplakat.jpgDiese Frage wird nun standardmäßig im Supermarkt gestellt. Das ist mir gestern mal wieder aufgefallen, als man mich schon fast ungläubig anglotzte, als ich nein sagte. Ich finde es schon erschreckend, wie nachlässig Leute mit dem Datenschutz umgehen. Aber was solls, “ich habe ja nix zu verbergen”. Ein netter Spruch, aber leider totaler Bullshit. Denn das Problem sind tatsächlich nicht einzelne Datenbanken mit vereinzelten Fakten, sondern die Gefahr liegt in der Vernetzung und der Korrelation der Informationen. Schauen wir uns doch Payback mal genauer an:

In den AGBs steht folgender Absatz:

Nur wenn Sie bei der Anmeldung Ihre diesbezügliche Einwilligung erteilt haben, nutzt Loyalty Partner die Basisdaten, freiwilligen Angaben und gemeldeten Rabattdaten zu Zwecken der Marktforschung sowie zur individuellen Erstellung und Versendung ausgewählter Informationen per Post, des PAYBACK E-Mail Newsletter sowie von SMS (Werbung).

Im Klartext hat also Loyalty Partners vollen Zugang zu allen Daten, die bei der Benutzung der Payback-Karte anfallen. Alle Käufe, alle Umsätze, einfach alles. Loyalty Partners weiss jetzt, welche Zahnpasta man benutzt und wieviel Klopapier man so braucht. Diese Daten werden auch genutzt, wie der der Halbsatz “zu Zwecken der Marktforschung” offensichtlich macht. Aber es kommt noch besser:

Daneben kann das Partnerunternehmen, von dem Sie Ihre PAYBACK Karte erhalten haben, Ihre Basis- und dort anfallenden Rabattdaten sowie Ihre freiwilligen Angaben zu eigenen Zwecken der Marktforschung und der Versendung von Informationen per Post nutzen.

Das bedeutet, dass Kaufhof, dm, real (oder von welchem Lizenznehmer die Karte auch ist) ebenfalls vollen Zugriff auf alle Daten haben. Welche Zahnpasta, wieviel Klopapier etc pp.

Gut, warum ist das jetzt ein Problem? Ganz einfach: hinter Payback stehen einige große Unternehmen: Metro, Roland Berger (mein ganz spezieller Freund), Palamon Capital Partners und andere. Diese Unternehmen sind wiederum mit anderen Unternehmen verwoben: Banken, Versicherungen, Immobilien, Handel, Industrie. Kurzum: mit Payback liefert man allen diesen Leuten ein perfektes Personenprofil, komplett mit Finanzdaten, Verhaltensmustern, bevorzugter Alkoholmarke (und Menge des Konsums) usw. Da kann man auch gleich seine Bankauszüge und Monatsquittungen eintüten, “Roland Berger” auf den Umschlag kritzeln und in den nächsten Briefkasten werfen.

Aber weiter im Text: Vernetzung. Natürlich sind nicht nur diese Unternehmen verwoben, sondern auch deren Datenbanken. Da wird dann lustig drauflos korrelliert und Datamining betrieben. Ah, der Herr Meier kauft in den letzten Monaten immer mehr Zigaretten…mmh..da erhöhen wir mal besser seine Krankenversicherungsbeiträge. Oh, und die Frau Müller kauft in letzter Zeit nur noch Billigmarken…ui ui ui, da setzen wir doch lieber mal den Kreditwürdigkeitsstatus runter. Mit dem neuen Finanzkauf-Fernseher wirds dann nix. Das sind keine Horrorszenarien, sondern das ist die technisch machbare Realität. Und wie ich immer wieder gerne erwähne: was technisch möglich ist, wird auch irgendwann gemacht. Siehe Maut.

Dafür, dass man sich sozusagen datentechnisch nackig macht gibts dann noch jede Menge E-Mail-Spam, Altpapier im Postkasten und telefonische Belästigungen dazu. Gratis. Und das alles für ein winziges Prozent Rabatt beim Supermarkt.

Ham’se Payback?

Kaputt und keiner glaubt mir…

Montag, Februar 13th, 2006

Ja ja, da kauft man sich eine verdammt hochpreisige, total überflüssige Daddelgrafikkarte beim (bisherigen) Lieblingsversender und nach 2 Wochen (oder einer Far Cry-Iteration) gibt das gute Stück den Geist (so halb) auf:

problem.jpg

Beim ersten Rücksendeversuch hat man mir nicht geglaubt. Die Karte ist nach zwei Wochen mit “Fehler nicht reproduzierbar” zurückgekommen. Natürlich war der Fehler dann bei mir reproduzierbar. Deswegen steht jetzt auf dem “RMA-Bogen - Die Fortsetzung”:

Zunehmende Bildfehler nach mehreren (>15) Stunden Betrieb, bei denen Artefakte “stehen” bleiben. Später starke vertikale Bildfehler. Alles im 2D-Betrieb. Temperatur nie höher als 44°C (die der Grafikkarte, nicht meine). Glauben Sie mir! Schauen Sie auf das beigelegte Bild!

Mal sehen, was passiert.

Die SCO-Soap

Freitag, Februar 10th, 2006

Diesen Beitrag von Richard Körber im Heise-Forum finde ich sehr lyrisch, den sollte man niemandem vorenthalten:

Ich freu mich schon auf den Tag, wo “SCO vs. Linux” als Fernsehsoap
verfilmt wird. Das gibt sicher mehr Folgen als die Lindenstraße. :-)

Die Folge von heute kann ich mir schon lebhaft vorstellen. Eine
Rückblende. Weichgezeichnet ohne Ende. Eine weite Landschaft im
Sonnenschein, es ist eine Weide mit Ochsen. Klein McBride hopselt
munter am Nutzvieh vorbei. Dass man bei Ochsen den Euter vergeblich
sucht, weiß er mittlerweile schon.

Heute ist er deshalb unterwegs und sucht Brandzeichen. Auf der Weide
der Nachbarfarm. Und er macht eine überraschende Entdeckung: Die
Ochsen auf der Nachbarfarm HABEN GAR KEIN Brandzeichen. So wie die
Ochsen der McBrides auch.

Der Fall ist sofort klar für Klein McBride. Der Nachbarfarmer hat die
Ochsen von der Weide der McBrides geklaut! Er sagt es seinem Daddy,
der wiederum ergreift die Flinte und geht mal zum Nachbarn rüber…

Blende zurück in die Gegenwart. McBride sitzt in seinem Chefsessel
bei SCO. Er trägt einen verträumten Gesichtsausdruck, ein Lächeln auf
dem Mund ob der guten alten Zeit, eine Träne rinnt seine Wange hinab.

Irgendwo anders in Amerika fliegt gerade ein Stuhl durch ein Büro.

Soulfire

Montag, Februar 6th, 2006

Tja, da will man sich eigentlich nur die Nullnummer von Fathom im lokalen Comicshop besorgen, da lächelt einen eine weitere neue Serie von Michael Turner an: Soulfire. Gesehen, gestaunt, gekauft.
soulfire.jpg

Soulfire ist eine Fantasyserie, die in der Gegenwart(!) spielt. Komplett mit Elfen und Drachen. Vom ersten Durchblättern ein echter Knaller fürs Auge und eine spannende Story.

Da war doch noch was…

Montag, Februar 6th, 2006

Ja, da war was..ein Bild von mir, genauer das 2006er Pre-Plakat zum LinuxTag hats auf das Titelblatt der Uptimes geschafft:uptimes.jpg

Vielen Dank nochmal an Martin Schulte.