Wieder mal ein Beitrag aus der beliebten “Warum ich …”-Serie. Da ja nun mein Mainboard sich dazu entschlossen hat, sich selbst zu grillen, habe ich mir beim Hardwareschieber um die Ecke ein neues besorgt. Das ASUS A7V8X-X hat den gleichen Chipsatz wie mein altes Gigabyte-Board, dafür aber ein paar mehr USB-Ports und etwas sinnloses, das sich “Instant Music” nennt. Dazu heißt es auf asus.de:
Wenn Sie Ihren PC zur musikalischen Untermalung nutzen und dazu den langen Weg zum Windows Media Player gehen, arbeiten Sie in der Vergangenheit. Musik ist ein guter Weg um die heutige hektischen Zeiten zu vergessen, aber warum die Zeit verwschwenden und warten bis Windows gestartet ist ..
Die leicht verschrobene Grammatik und Syntax ist direkt übernommen. Wahrscheinlich stammt der Text aus der Originaldokumentation des volltrunkenen Entwicklers direkt nach der Fertigstellung dieses revolutionären Features. Zumindest sagt das einiges über Asus-Mitarbeiter aus: sie hören bei der Arbeit Musik, sie benutzen den “Windows Media Player” und ärgern sich ständig darüber, dass man aufstehen muss, um ihn zu bedienen. Ach ja, und dann sind sie wohl ständig damit beschäftigt, Windows zu rebooten. Naja, zumindest das haben sie ja mit jedem anderen Microsoft-Benutzer gemein.
Egal: ich habe also das Mainboard installiert. Der Verkäufer hat mich schon vorgewarnt, dass Windows vielleicht neu installiert werden muss. Ach was, denke ich mir: gleiche Ausstattung, gleicher Chipsatz, das muss ja wohl ein Betriebsystem des 21. Jahrhunderts wegstecken können.
Nach der Installation bootete ich zuerst Linux. Das sah dann so aus:

Super, klappt alles out-of-the-box, selbst die komplexe DVB-Installation mit zwei DVB-Karten klappt ohne Änderung. Ok, der Sound ging nicht auf Anhieb, aber auch nur deswegen, weil ich mich bei den Kabeln verstöpselt hatte.
Ok, nun versuche ich Windows:

Blörp. Nix. Kaputt. Defekt. Am Arsch. Und wer jetzt hier meckert, dass das ja wohl eine GRUB-Bootloader-Ausgabe ist, dem sei gesagt, dass ich dann noch mit der Windows-Rettungkonsole (brr!!) den MBR überschrieben habe, was zur lapidaren Bootmeldung “Can´t find Operating System” führte. Tja, das ist Hochtechnologie made by Microsoft.

Das hat mir jetzt zwei Stunden Neuinstallation verschafft, auf die ich gut hätte verzichten können. Schließlich liegt hier grade das Raumpatrouille-DVD-Set rum und wartet darauf, angeschaut zu werden.
So und jetzt muss ich hier noch ein wenig schreiben, damit das Bild von dem, was ich machen werde, wenn ich mal zufällig an Redmond vorbeikomme, ordentlich in diesen Artikel passt, denn wenigstens zwei Dinge sollen heute Abend noch ordentlich sein.