Archive for März, 2005

In Progress: Sakrileg

Montag, März 14th, 2005

Gerade lese ich Sakrileg von Dan Brown. Bisher hat sich der Roman recht träge davonbewegt, allerdings kommt nun (ab ca. Seite 150) langsam Fahrt in die Sache.
Sakrileg

Nachdem ich vor einigen Monaten schon Illuminati, den Vorgängerroman gelesen hatte, und ihn ziemlich gut fand, bin ich natürlich mit gewissen Erwartungen an Sakrileg gegangen. Natürlich hat Dan Brown nicht die literarische Qualität z.B. eines Andreas Eschbach und seine Charaktere sind teilweise etwas unglaubwürdig: Robert Langdon, der Held von Illuminati und Sakrileg ist Professor für Symbologie, Sportskanone, Adonis und Profi-Intellektueller in einer Person. Sozusagen ein “Übernerd”. Pffft.. Trotzdem sind die Geschichten spannend und logisch aufgebaut. Und dann bekommt man immer noch einen Schuss Geschichte und Kultur übergeholfen, Illuminati konnte man fast schon als Werbeschrift für einen Rom-Besuch gelten lassen.

Sobald ich durch bin, werde ich eine ausführliche Kritik schreiben.

Mindhunters

Sonntag, März 13th, 2005

Gerade hat mir Amango mal wieder ein paar Filme geschickt. Dabei war auch Mindhunters, ein wirklich netter Thriller.Mindhunters
Eine Gruppe angehender Profiler wird für eine letzte Prüfung an der Polizeischule auf eine Übungsinsel des Militärs geschickt. Dort sollen sie ganz auf sich gestellt einen simulierten Fall lösen. Dieser Fall entpuppt sich aber schnell als Ernst, als die ersten Schüler ins Gras beißen.

Trotz einiger Plotholes, die man von modernen Hollywood-Produktionen ja schon gewohnt ist, bietet der Film eine Menge Spannung und einige kreative Einfälle. Nur das Ende ist, wie so oft, schwach und vorhersehbar.

Und noch ein Verriss

Samstag, März 12th, 2005

Naja, es scheint ja langsam Standard zu werden, dass ich hier Dinge verreisse. Aber was soll ich machen, die Welt ist schlecht. Und schlecht ist auch das Buch “Java 5 im Einsatz” von Friedrich Esser. Das Tiger-Release: Java 5 im Einsatz - Generics, Enums, Concurrent Programming
Zunächst dachte ich, dass ich einfach zu doof bin, zu verstehen, was der Mann dort schreibt. Nachdem ich diese Möglichkeit verwarf, vermutete ich, dass die neuen Features von Java 5 einfach sehr komplex sind. Ok, das erklärt nicht, warum der Autor den geplagten Leser mit jeder Menge verschachtelten Sätzen quält, die zudem noch angefüllt mit selbsterfunden Anglizismen sind. Nachdem ich aber die Amazon-Kritiken gelesen habe, bin ich etwas beruhigt, dass ich nicht doof bin und Java 5 auch nicht von überbordender Komplexität ist.

Ich weiss wirklich nicht, was der Autor sich bei diesem Text gedacht hat. Da sind Kästchen in den Text eingefügt, die rhetorische Fragen stellen, oder einfach nur zusammenhangslosen Text enthalten. Fast hat man den Eindruck, dass dort die Anmerkungs-PostIts des Lektors (so denn irgendjemand aus dem Hause Galileo dieses Buch vor dem Druck überhaupt gelesen hat - ich bezweifle es) aus Versehen in den Druck gelangt sind. Das Ganze wirkt wie ein privates Brainstorming - eine gute Basis für ein Buch, dass man irgendwann mal schreiben will…!

Am Ende kann man sagen, dass ich mir in Zukunft einen Buchkauf aus dem Hause Galileo dreimal überlegen werde. Mein Beileid an die Studenten von Herrn Esser: wenn seine Vorlesungen genauso gestaltet sind, wie dieses Buch, kann ich sie nur bedauern.

Warum ich nicht mehr bei Atelco kaufe…

Samstag, März 12th, 2005

Nunja, PC-Discounter wie Atelco sind nicht gerade für ihre Flexibilität im Umgang mit Kunden bekannt. Treffen jedoch Discounter, fehlerhafte Produktserien und Verkäufer zusammen, die mindestens eine Meile zwischen sich und jeder Art von rationalen Argumenten bringen, dann kann es schonmal zu haarsträubenden Deadlocks kommen…mit ratlosen Kunden und jeder Menge verschwendeten Euronen. Lest hier meine Leidensgeschichte mit Atelco, Fiberline und dem einfachen Wunsch, einen DSL-Router zu besitzen!

Am 24.1.2003 habe ich in der Kaiserslauterer Filiale des PC-Discounters Atelco einen DSL-Router “Fiberline CAS-3040″ erstanden. Das Gerät lief einwandfrei mit meinem T-DSL-Anschluss und meinem ISP Tiscali zusammen. Zumindest bis September 2003. Der Router zeigte immer öfter Ausfälle: es wurde gelegendlich plötzlich aufgelegt oder es kam zu keinem Verbindungsaufbau. Nach ein paar Tests konnte ich die Fehler auf thermische Probleme zurückführen: stellte ich den Router aufrecht, so dass er maximalen Kontakt zur Luft hatte oder “fächerte” ich ihm mit einem Ventilator kontinuierlich Luft zu, arbeitete er einwandfrei. Anfang Oktober war es aber auch damit vorbei. Der Router beendete regelmäßig nach weinigen Minuten die Verbindung. Da half auch kein Fächern mehr.

Naja, ich habe ja zwei Jahre Garantie von Atelco, dachte ich mir und trug das Gerät in die Filiale, wo ich es gekauft hatte. Die Mitarbeiter tauschten mir das Gerät freundlicherweise gegen das funktionsgleiche Nachfolgermodell “Fiberline IR-3440″ aus, da der Originalrouter nicht mehr im Sortiment war. Ich erhielt dabei nur den Router selbst und das Netzteil, keine Treibersoftware oder die Verpackung des neuen Routers mit der Begründung, dass ich “die alte Verpackung ja nicht mehr hätte”. Nunja, ich war damit einverstanden…leider.

Zuhause angekommen stellte ich ein sehr merkwürdiges Verhalten des Routers fest: die Verbindung kam problemlos zustande und es wurden UDP- und ICMP-Pakete problemlos geroutet. Man konnte z.B. Rechner anpingen oder per UDP einen NTP-Zeitabgleich vornehmen. Versuchte man allerdings eine TCP-Verbindung aufzubauen, z.B. eine Webseite abzurufen oder eine SSH-Verbindung zu öffnen, stürzte der Router komplett ab und befand sich wieder im Zustand wie nach dem Einschalten. Begleitet wurde das Verhalten durch ein wildes Aufblinken aller Leuchtdioden am Gerät.

Jeder macht mal ein Montagsgerät, dachte ich mir und reklamierte den Fehler am nächsten Tag wieder in der Atelco-Filiale, wo ich ein weiteres Exemplar des IR-3440 erhielt. Mein Vorschlag, mir ein Gerät eines anderen Herstelles zu überlassen und ich auch gerne einen etwaigen Differenzbetrag zahlen würde, wurde mit “nein, das geht nicht, denn Sie haben ja die Originalverpackung nicht mehr, den können wir ja nicht mehr verkaufen” verneint. Mein Hinweis, dass erstens es keinen Sinn macht, einen IR-3440 Router in eine Verpackung eines CAS-3040 zu verpacken und zweitens es auch keinen Sinn macht, einen offensichtlich defekten Router wieder einem ahnungslosen Kunden zu verkaufen wurde mit einem knappen “das ist egal” beantwortet. Mein ohnehin nicht mehr sehr grosses Vertrauen in die Produktqualität der Atelco-Angebote sank bei dieser Antwort verständlicherweise in den Keller.

Mit dem zweiten IR-3440 unterm Arm verliess ich die Filiale und stellte zuhause fest, dass der Fehler auch bei diesem Gerät auftrat. Daraufhin waren für mich nur zwei Möglichkeiten denkbar: entweder ist an meiner restlichen Hardware etwas faul oder der Router hat einen Serienfehler. Zuerst suchte ich das Problem bei meiner Hardware, doch nach Auswechslung aller Kabel, des DSL-Modems und der Rechner, die über den Router bedient werden sollten, gab ich erfolglos auf. Ein geliehener Router eines anderen Herstellers funktionierte übrigends tadellos an meinem Anschluss.

Also dachte ich mir, dass es wohl eher keinen Sinn macht, technische Details bei Atelco nachzufragen und rief am nächsten Tag die Fiberline-Support-Hotline an. Nach der Fehlerbeschreibung fragte mich der Techniker, ohne dass ich es selbst erwähnt hatte: “benutzen Sie Tiscali als ISP?”, was ich mit ja beantwortete und er daraufhin von einem bekannten Fehler in der Firmware des Routers redete und einen Patch “morgen oder übermorgen” versprach. Angeblich lief der Router im Moment auch nicht mit AOL oder Compuserve.

Nach einer Woche warten auf eine neue Firmware und diverse weitere Versuche, die Hotline zu erreichen (die ständig besetzt oder unbesetzt war, je wie man es sieht), entschloss ich mich, das Gerät doch wieder bei Atelco zu reklamieren.

Der nicht mehr so ganz freundliche Verkäufer akzeptierte den Fehler allerdings nicht: “da müssen Sie sich halt einen T-Online-Anschluss holen”. Nach einem Moment Fassungslosigkeit erwiederte ich, dass ich ja schliesslich einen “DSL-Router” und keinen “T-Online-Router” gekauft hätte und er mir bitte zeigen soll, wo auf der Verpackung oder im Handbuch steht, dass er nur mit T-Online gehen muss. Nach weiteren 15 Minuten Diskussion welche Zusicherungen die Bezeichnung “DSL-Router” für ein Produkt bedeuten, willigte der Verkäufer endlich ein, den Router zum Hersteller einzuschicken. Die Fehlerbeschreibung lautete “läuft nicht mit Tiscali”.

Am 21.10.2003 erhielt ich das Gerät zurück. Der Hersteller hatte festgestellt, dass “kein Fehler festgestellt” wurde und dass ich bitte “eine neue Firmware einspielen” soll, die zwischenzeitlich tatsächlich erschienen war. Etwas angesäuert verliess ich ein viertes Mal die Filiale. nur um einmal festzustellen, dass die neue, aktuelle Firmware bereits aufgespielt wurde und, zu meiner nun immer realer werdenden Verärgerung, das Gerät immer noch nicht funktionierte und den gleichen Fehler zeigte.

Nun wirklich sauer besuchte ich am nächsten Tag Atelco ein fünftes Mal und machte nun das sprichwörtliche Fass auf. Auf logische Argumente gingen die Atelco-Mitarbeiter aber gar nicht erst ein. Zuerst argumentierte man damit, dass man ein Gerät, dass vor 10 Monaten gekauft wurde, nicht reklamieren könne. Mein Hinweis, dass eine Gewährleistung von zwei Jahren besteht, beantwortete man mit einem Achselzucken. Das schon einmal angewendete Argument mit der fehlenden Verpackung und meinem Gegenargument mit der zweifelhaften Sinnhaftigkeit eines neuen Routers in einer alten Verpackung wurde ebenfalls mit Achselzucken begegnet. Am Ende stellten sie sich auf den Standpunkt, dass “das Gerät ja in völlig Ordnung ist” und “nirgendwo steht, dass es mit Tiscali gehen muss”. Auf eine rationale Diskussion, was das Wörtchen “defekt” zu bedeuten hat, lies man sich nicht mehr ein und beendete durch Flucht in den Mitarbeiterbereich eine weitere Diskussion. Protestierend verliess ich die Filiale. Offensichtlich hat “Defekt” im Atelco-Sprachgebrauch eine andere Bedeutung, als gewöhnlichen Menschen darunter verstehen würden.

Am Mittag des gleichen Tages versuchte ich erneut mein Glück bei der Fiberline-Hotline und erreichte nach einer Stunde hartnäckigem Dauerklingeln tatsächlich einen Techniker, der mir zu meinem bedauernswerten Erstaunen erklärte, dass “auch mit der aktuellen Firmware der Router nicht mit Tiscali funktioniert”. Auf meine Frage, warum der Kundendienst dann bei eingeschickten Routern, die eindeutige Problembeschreibung “läuft nicht mit Tiscali” mit “kein Fehler feststellbar” beantwortet, sagte der Techniker “dass das wohl ein Fehler war” und dass er dass sowieso nicht verstehen würde, Atelco müsste von dem Fehler Kenntnis haben. Schriftlich wollte er mir diese Aussage aber nicht geben. Er versprach mir aber ein Firmwareupdate “morgen oder übermorgen”. Irgendwie hatte ich zu diesem Zeitpunkt ein Deja-Vu…und einen defekten Router.

Nachtrag: am 29.10. erhielt ich einen Brief von der Atelco-Zentrale, in dem sie sich förmlich entschuldigten und versicherten, dass das Verhalten des Verkäufers keine gängige Praxis in ihren Filialen ist. Ich solle mit diesem Brief zur Filiale gehen und mein Geld abholen. Breit lächelnd legte ich daraufhin dem Verkäufer das Schreiben vor und er zahlte mit sichtlich zerknirscht und wortlos das Geld aus.

Übrigends habe ich jetzt einen Netgear-Router. Funktioniert prächtig!

Star Trek - Nemesis: “Was für ein Scheiss”

Samstag, März 12th, 2005

Sorry, aber ein so hartes Urteil muss leider über das neue Star Trek Abenteuer gesprochen werden. Eine Schande für einen 10. Trek-Film so einen Müll abzuliefern. Rick Berman versteht nicht, warum der Film ein Flop wurde? Ich schon! Vielleicht sollte Mr. Berman den Film mal in geistig wachem Zustand ansehen!

Ich gebe hier kurz mein “Erlebnis” von Nemesis zum besten:

Minute 5
Wahrhaft ein guter Einstieg, eine furiose Eingangsequenz macht jede Menge Appetit auf mehr.

Star Trek 10 - Nemesis

Minute 10
Aha, der obligatorische Schmalz-Kram: Troi und Riker heiraten und Picard schwingt eine Rede. Doch halt: es kündigen sich erste Verstimmungen an…was ist mit Picard los? Er redet wie auf Droge, überfreundlich und mit Kalauern geschwängerte Worthülsen dreschend klopft er seiner Nummer Eins auf die Schulter “Make it so!”. Nun gut, es wird hoffentlich noch besser…

Minute 20
Picard rast mit einem Jeep und einem Grinsen im Gesicht über Sanddünen und legt extreme Stunts mit der Karre hin..man hat irgendwie das Gefühl, das das nicht unser Picard ist, den wir aus 178 Folgen TNG kennen, der immer besonnen und vorrausschauend agiert und Risiken abwägt. Hier trampelt er durch den Film als wäre er in den Wechseljahren! Es wird hoffentlich noch besser..

Minute 30
Nun haben wir endlich den Oberböswicht von ST10 kennengelernt. Ein theatralische Auftritt, aber einigermassen gut gemacht, obwohl sich die Mimik von Shinzon alias Tom Hardy auf etwa 3 bis 4 verschiedene Grimassen einschränken lässt. Er ist scharf auf Troy, ok, wer ist das nicht? Habe ich die überflüssige Nebenstory mit Data erwähnt? Data findet auf einem Planeten (ja, genau: der mit den Dünen und Picard in den Wechseljahren) vertreute Einzelteile eines unbekannten Bruders, offensichtlich einem Prototypen, der “Bevor”, bzw. B-4 genannt wird. Nicht nur dass B-4 vorher in den diversen “Dr. Soong”-Episoden mit keinem Wort erwähnt wird, es wird im Verlauf des Films auch nicht klar woher B-4 überhaupt kommt. Warscheinlich vom Himmel gefallen, so wie die meisten Ideen dieses Films dem Drehbuchautoren John Logan wohl hart die Rübe demoliert haben müssen (beim Runterfallen). Ob es jetzt besser wird?

Minute 40
Dummes sinnloses Gelabere auf dem Niveau von schlechten Schultheateraufführungen. Kein Vergleich mehr zu früheren Klassikern, wie dem leichten Tischgespräch in ST6 (”Shakespeare muss man im klingonischen Original gelesen haben!”). Mittlerweile frage ich mich, ob es noch schlimmer wird. Weder wird klar, wie Shinzon es geschafft hat, sich aus der Sklaverei zu befreien, noch, wie er seine Armee zusammenstellen konnte, wo doch Remus unter der Gewaltherrschaft der Romulaner steht. Sind die einfach irgendwann mal morgends aufgewacht und haben gesagt: “Ach, lassen wir den doch mal ran”?? Woher das hypermoderne, mit allen Schikanen ausgerüstete Neubau-Schiff von Shinzon kommt, wird ebenso verschwiegen wie die Herkunft der ominösen Strahlung, die alles Leben vernichtet. Logiklöcher so gross wie LKWs, ach was, wie ganze Raumschiffe der Galaxy-Klasse auf Trek5-Niveau (”Wozu braucht Gott ein Raumschiff?”).

Minute 60
Albernheiten, wohin man sieht: Actionsequenzen, auf die derart “künstlich” hingearbeitet wird, dass einem das blanke Grausen packt: Picard und Data fliegen mit einem feindlichen Gleiter durch die Gänge(!) des feinlichen Mutterschiffs. Zum Glück haben die Jungs die Gänge breit genug gebaut, puh! Und bis zur grossen Glaskuppel sinds auch nur ein paar Meter, das war ja einfach! Ich frage mich, ob ich im falschen Film bin, so einen Mist bin ich von Trek nicht gewöhnt. Selbst Star Trek 5 (der Film, der “Am Rande des Universums” hies, obwohl in der Handlung ins Zentrum des Universums geflogen wurde, ha ha) sieht neben diesem Machwerk wie eine Kenneth-Branagh-Literaturverfilmung aus. Und ich fürchte es wird noch schlimmer..

Minute 90
Von der überflüssigen, aufgesetzten Story mit B-4, der aus fadenscheinigen Gründen eine Kopie von Datas Gedächtnisinhalt bekommt, will ich gar nicht reden. Data-Stories habe ich seit dem Gefühlschip unter “absolut schwachsinnig” abgelegt. Noch mehr Logiklöcher (in bekannter Grösse), eine weitere unsinnige Action-Sequenz, damit die F/X-Leute auch etwas Geld abbekommen und ein Data der von der Enterprise auf das fremde Schiff springt(!). Ich konnte kaum ein Lachen verkneifen. Man hat ständig das Gefühl, Logan hätte am Anfang des Skriptes ein paar einzelne Sequenzen im Kopf gehabt (”Mord im Senat”, Begegnung mit dem Nemesis”, “Crash” und “Datas Sprung”) und dann versucht, diese zu einer Story zu verknüpfen, was dann in diesem haarsträubenden Drehbuch geendet hat.

Minute 120
Das grösste Logikloch kam aber noch: Datas Tod. Warum zum Henker quatscht Picard erst mal noch minutenlang mit dem tödlich verwundeten Shinzon, anstatt den Countdown zu stoppen? Warum schaltet Data den Todesstrahl nicht einfach ab? Warum dreht er das Schiff nicht einfach? Warum explodiert das Schiff, wenn der Strahl unterbrochen wird? Alles Fragen, auf die es nie eine Antwort geben wird.

Nach mehreren verkorksten Data-Stories, muss man ja eigendlich fast froh sein, dass dieser Quell der Trivialität endlich von Bord ist, nur leider lebt Data in B-4 weiter wegen dem unerklärten “wir-brauchen-noch-ein-Backup-Hirntransfer” vom Anfang, in Star Trek 2 hat Spock sowas sehr(!) viel subtiler und besser hinbekommen). Es bleibt also zu befürchten, dass B-4 in kommenden Abenteuern noch debilere Storys verursachen wird…nur dann ohne mich!

Traurig an der ganzen Sache ist, dass Nemesis abgesehen von den Spezialeffekten und der Ausstattung deutlich schlechter ist, als 80-90% der Serienfolgen. Rick Berman sollte man darüber nachdenken, was da falsch läuft. Schon bei “Insurrection” hatte ich das starke Gefühl, dass das kein Star Trek mehr ist, sondern eine billige Kopie auf Fanfilm-Niveau. Brent Spiner hat übrigends grossen Anteil an der Story gehabt…wenn man den Bock zum Gärtner macht, nunja, für mich bleibt der beste Star Trek Kinofilm der sechste Teil “The Undiscovered Country”, ein episches Abenteuer mit Abschluss-Charakter. An dieser Stelle hätte man die Filme einfach einstellen sollen, anstatt erst dann damit aufzuhören, wenn keine Sau mehr den Mist sehen will, den Berman heutzutage verzapft…aber in einer Welt in der sich Filme wie “Ey Mann wo ist mein Auto” tatsächlich lohnen, ist das wohl nicht möglich..