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Archive for the ‘Technologie’ Category

Der Fluch der Abstraktion

Mittwoch, April 14th, 2010

Ich gebe zu, ich bin ein Fan von Techniken zur Komplexitätsbeherrschung. Das liegt wohl auch daran, dass ich sehr viel mit sehr komplexen Systemen zu tun habe und ständig auf der Suche bin, wie diese zu steuern sind. Allerdings fällt mir auch immer wieder auf, dass diese Techniken so ins Extreme verzerrt werden, dass sie genau das Gegenteil bewirken: einen starken Anstieg der Komplexität in jeder Beziehung.

Im Informatikstudium bekommt man Abstraktion beigebracht. Man lernt, große Dinge in seine Bestandteile aufzulösen und dann einzeln anzugehen. Das beginnt mit Trivialem wie Quicksort und endet bei der Model Driven Architecture. Und das ist auch gut so. Die Abstraktion ist ganz klar eines der wichtigsten Werkzeuge der modernen Informatik und der modernen Systementwicklung. Was einem allerdings nicht beigebracht wird, ist Maß damit zu halten.

Im Seminarraum meiner damaligen Arbeitsgruppe hing ein handgeschriebenes und ausgeblichenes Schild. Auf dem Stand “Fünf Stunden Perl programmieren ersetzt eine Stunde Nachdenken”. Was zunächst wie die scherzhafte Kritik an einer Programmiersprache aussieht ist bei genauerem Hinsehen viel mehr: es ist die Kritik an einer Verselbstständigung der Abstraktion. Und genau da liegt eine große Schwäche bei vielen Leuten, die eine systematische Ausbildung der Informatik hinter sich haben: die Technologie verkommt zum Selbstzweck. Wer hat nicht schon einmal Quellcode gesehen, der sich in endlosen Klassenhierarchien vererbt oder Datenmodelle, die jedes ach so kleine Datenpäckchen noch externalisieren und ein an sich einfache fachliche Probleme zu Datenmodellen mit dutzenden Entitäten aufblähen?

Fragt man dann nach, warum die Modelle denn so sind wie sie sind, bekommt man meistens “Erweiterbarkeit” an den Kopf geworfen. Oder “Änderbarkeit”. Oder “Vereinfachung”. Spätestens hier wird dann aber auch schon durch das reine Nachfragen selbst dem abstraktesten Architekten klar, dass etwas schief läuft. Diese “Verkomplizierung im Namen der Vereinfachung” oder auch “spekulative Verallgemeinerung” ist eine sehr verbreitete Krankheit in vielen vielen Softwaresystemen. Sie führt zu sehr schwer zu wartenden Quellcodes und deutlichen Mehrkosten bei jeder Art von Veränderung und Erweiterung. Damit erreicht sie dann genau das Gegenteil von dem, was eigentlich beabsichtigt war – und das ist das Tragische daran.

Allerdings befällt dieses Problem nicht nur Software an sich, sondern auch IT-Standards oder auch Entwicklungsprozesse. Dieses “Overengineering” kann man beispielsweise sehr gut bei den WS-*-Standards wie SOAP, WSDL oder auch BPEL beobachten. WSDL ist da ein sehr gutes Beispiel: prinzipiell lässt sich damit jede Art von Schnittstelle auf Basis jeder Art von Technologie beschreiben. Aber wird das auch eingesetzt? Mir ist es nicht gelungen auch nur einen einzigen Fall zu finden, in dem WSDL nicht zur Beschreibung von SOAP-Web-Services auf Basis von HTTP oder SMTP zum Einsatz kam. Die beim Design von WSDL berücksichtigte Unabhängigkeit von jeder Art von Dritttechnologie wird überhaupt nicht genutzt! Allerdings hat sie WSDL sehr viel komplexer gemacht und damit schwerer einzusetzen und damit im Endeffekt teuerer. Dass man bei einer so innovativen Technologie wie Web-Services damit quasi das gesamte Konzept auf die Kippe stellt nur weil man die “ultimativ allgemeine” Lösung finden möchte ist ein Nebeneffekt. Und dass dieser tatsächlich zuschlagen und einen gesamten Standard ins Abseits katapultieren kann, ist am Besipiel von UDDI sehr schön zu beobachten.

Aus meiner Sicht ist ein guter Entwickler und ein guter Architekt nicht nur jemand, der Abstrahieren kann, sondern auch jemand, der die Grenzen der Abstraktion erkennt. Er muss in der Lage sein, fachliche Bedürfnisse gegenüber technischen Möglichkeiten abzuwägen und die “richtige” Lösung zu finden – nicht die technisch perfekteste, sondern die technisch und fachlich eleganteste. Einfach die Lösung, die KISS ist.

Dingoo A320

Freitag, Oktober 9th, 2009

Neues von der Gadget-Front: ein chinesischer Game/Video/MP3-Player. Der Dingoo A320 emuliert alle gängigen Classic-Konsolen, kann MP3s abspielen und Videos darstellen. Und alles noch auf dem TV-Out ausgeben. Nett.

Mal abwarten ob noch ein paar bessere Emulatoren dafür erscheinen.

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A Kiss Before Dying movie download Looking for Comedy in the Muslim World movie

PayPal Security Token and OpenID

Mittwoch, Juni 10th, 2009
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News from the gadget department: just got my PayPal/eBay Security token. It is a nice little device just the right size for a keychain. The token is made by Verisign and can be used to protect your PayPal and eBay accounts. Once activated, you have to log in to these accounts using the number displayed on the token. Every number is valid for 30 seconds. The idea is that you can only log in to your account when in physical possession of the piece of hardware.

PayPal Security TokenYou can order the token worldwide for around 5 Euros here.The device itself is a Vasco Digipass Go 3, which can also be ordered from Verisign directly (which costs $30). Verisign announces the Go 3 OTP device as a device usable with Verisign’s OpenID

Memoirs of an Invisible Man film www порно ru

service. So, I was giving it a try and registered my token at Verisign’s OpenID site

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The Legend of the Tamworth Two release

!

When registered with the service, you can use the PayPal token to log in into all OpenID enabled sites like Sourceforge or use it for your own applications. The access to the Quendor.org adminstration interface is now accessible thru OpenID authentication and I can use my keychain token to log in. Nice.

Bei Apple klinkts jetzt völlig aus

Donnerstag, Mai 14th, 2009

drmDer neue iPod Shuffle hat ein DRM-System verbaut, das verhindert, dass nicht durch Apple lizensierte Kopfhörer genutzt werden. Boing Boing meldet, dass “compliant Headphones” über einen DRM-Chip verfügen müssen. Die EFF berichtet ebenso und iLounge fasst sehr gut zusammen:

This is, in short, a nightmare scenario for long-time iPod fans: are we entering a world in which Apple controls and taxes literally every piece of the iPod purchase from headphones to chargers, jacking up their prices, forcing customers to re-purchase things they already own, while making only marginal improvements in their functionality? It’s a shame, and one that consumers should feel empowered to fight.

Einfach nur krank und ein weiterer Grund, keine Apple-Produkte zu kaufen. Defective by Design eben. Fireproof video

Giana Sisters 2

Freitag, Januar 30th, 2009

Giana Sisters

Jay. In diesem Frühjahr erscheint tatsächlich “Giana Sisters 2″ für den NDS. Damit wird eines aus meiner Sicht besten Computerspiele aller Zeiten fortgesetzt. Mehr Infos beim Publisher, Spellbound Entertainment. Auf dem NDS gibts sowieso viel zu wenige 2D-Jump-and-Runs.

Der erste Teil war eigentlich ein böser Mario Rip-Off, aber damals wars egal, nur Noobs

hatten ein NES, echte Kerle hackten auf dem C64. Nintendo fand das damals allerdings nicht so witzig, das Spiel wurde wegen einer Klage ziemlich schnell wieder zurückgezogen. War aber auch schon ziemlich dreist, vor allem, weil auf Seiten Rainbow Arts eine gewisse Doppelmoral vorhanden war.

Jaja, die gute alte Zeit.. The Dudesons Movie movies

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JEE + Maven + Eclipse

Sonntag, Oktober 12th, 2008
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So, heute mal wieder ein Artikel aus dem tiefen Tal der lustigen Softwarefrickeleien. Ich habe mich am Wochenende mal intensiv mit JEE, Eclipse und Maven und dem Zusammenspiel dieser Dinge auseinandergesetzt. Die nächste Version des LinuxTag eTicket-Systems soll voll auf JEE setzen.

Maven mit Eclipse für JEE-Projekte zusammenzubringen ist nicht so ganz einfach. Deswegen hier eine kleine How-To.

(weiterlesen…)

DRM nukes itself

Samstag, September 27th, 2008
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Cory Doctorow hat einen rantigen Artikel buy Meet Dave The House Bunny dvd zum Thema DRM geschrieben:

So go on buying your Audible books, your iTunes DRM songs, your Zune media, your EA games… None of these companies will ever disappear, nor will the third-party DRM suppliers they use. They are as solid and permanent as Commodore, Atari, the Soviet Union, the American credit system and the Roman Empire.

Hintergrund ist die Abschaltung der DRM-Server von Wal*Mart. Diese Teile sterben diese Teile wie die Fliegen im Moment. Manchmal treffen Prophezeihungen halt auch ein..

North Country movie full

10 Gebote für erfolgreiches BPM

Freitag, September 26th, 2008

Und noch ein Artikel von mir, “10 Gebote für erfolgreiches Business-Prozess-Management” erscheint gerade in der Computerwoche The Seamstress ipod . Der wird dann auch Basis meines Vortrags auf dem Stuttgarter Softwaretechnik Forum 2008

13 Hours in a Warehouse buy
Futurama: The Beast with a Billion Backs video

am Fraunhofer-Institut sein.

Java DNS Caching breaks…or not?

Mittwoch, September 24th, 2008

Java DNS queries sometime turn out a bit tricky. The following feat was one example: consider you are using a round-robin dns system. Every query of the dns record returns all possible ip addresses, mixed up:

Oh, God! You Devil video kleinhenz@mklein-nb:~$ host x.blubb.blubb x.blubb.blubb has address 172.16.4.2 x.blubb.blubb has address 172.16.4.1 x.blubb.blubb has address 172.16.4.3

Seven Signs of the Apocalypse rip Wishmaster video

Applications usually use the first entry, resulting in a per-query association of host and ip address. If the actual DNS query is not cached, it works as a continuing distribution of querys over the listed ips.

Turning off the DNS caching in Java is easy: set the “networkaddress.cache.ttl” property to “0″ disables it. But here comes the problem: if you have mixed IPv4 and IPv6 hosts in your DNS, Java will prefer the v6 hosts, listing them on top on the v4 addresses. This results in a bizarre behaviour: the list of ips in the returned list are mixed up – but in two groups: the mixed IPv6 host group appears on top of the mixed IPv6 group!

The solution is rather simple: just add “java.net.preferIPv4Stack=true” to the properties environment and the round robin works as espected.

20 Years After movies

Hersteller von MP3-Playern: warum sind die eigentlich so doof?

Dienstag, September 9th, 2008

Auf der IFA war ich bei mehreren Herstellern von MP3-Playern: Markenproduzenten wie iRiver und Sandisk aber auch bei Noname-Produzenten in der Asia-Halle. Bei allen das identische Verhalten: von ihrem eigenen Marktumfeld keinen blassen Schimmer. Keiner kannte Rockbox

The Green Mile download

oder wollte davon jemals irgendwas gehört haben. Selbst darauf angesprochen, dass auf der iRiver H300-Serie Rockbox deutlich mehr bietet als die Original-Firmware, waren die Koreaner überrascht.
Bei den Appliances ist es aus meiner Sicht immer das Gleiche: man baut einigermaßen gute Hardware, vernachlässigt aber die Software mehr oder weniger vollständig. Bestes Beispiel ist der Sansa View, mein aktueller MP3-Player: tolle Hardware aber die Firmware wird von Version zu Version immer schlechter. Im offiziellen Sandisk-Forum

Drop Dead Gorgeous hd

gibt es eine riesige Schlammschlacht zu diesem Thema und ich frage mich beispielsweise auch, wie es sein kann, dass sich mit einem Firmwareupdate die Batterielaufzeit halbiert!?
Warum kommt keiner dieser Vollspackos mal auf die Idee den Rockbox-Kernel als Basis für eine Firmware zu verwenden und einfach eine neue Oberfläche aufzusetzen (denn die ist, sorry Rockbox, nicht wirklich “commercial-grade”). Davon würde Rockbox (endlich eine vernünftige UI) und der Hardware-Hersteller (endlich eine vernünftige Software) profitieren.
Ok, ich weiß schon, das Gegenargument ist, dass die Hardware-Typen kein Interesse daran haben, dass ihre Software auch vom Konkurrenten genutzt werden kann. Aber seien wir mal ehrlich: im Moment verkaufen die sowieso nur über die Hardware, die Software kann Five Across the Eyes in dem üblich-schrottigen Zustand so oder so kein Kaufargument sein. Oder hat man schonmal jemand gesehen, der beim Kauf die Funktionen wichtiger als “Aussehen”, “Gigabytes” oder “gesamter Coolheitsfaktor” bewertet? Wenn es das gäbe, würde nur Apple im Moment MP3-Player verkaufen…