Archive for the ‘Film’ Category

Wanted

Freitag, Oktober 3rd, 2008

Gerade komme ich aus dem Kino. Wir haben uns den neuen Film mit Angelina Jolie angesehen: Wanted. Naja, was soll man sagen…wer auf anregende Dialoge, feinsinnige Handlung und eine intellektuelle Pointe steht, dem wird der Film nicht gefallen. Alle anderen lehnen sich zurück, schalten das Hirn aus und schauen einfach zu wie Actionsequenz auf Actionsequenz folgt, literweise Blut fließt und eine zweifelhafte Moral vermittelt wird.

Miss Jolie nimmt man dabei auch die harte Schlägerbraut nicht so richtig ab. Was in Tomb Raider noch ganz gut geklappt hat ist hier teilweise schon an der Grenze zur Lächerlichkeit. Angelina Jolie ist dermaßen dürr und sieht krank aus, dass man ihr am liebsten die ganze Zeit einen Schokoriegel reichen würde.

Englische Fotozeitschriften

Sonntag, August 12th, 2007

…sind irgendwie viel besser als die hierzulande.

Star Trek: Eine Neue Hoffnung

Montag, Juni 5th, 2006

Legends_never_die.jpgEs ist tatsächlich wahr. Paramount hat gestern offiziell angekündigt, dass J.J. Abrams die Regie beim nächsten Star Trek Kinofilm führen wird. Hoffentlich schmeißen sie jetzt endgültig den “Zerstörer von Star Trek” Brent Spiner raus und lassen Profis die Stories schreiben. Die Gerüchte sagen, dass das bewährte “Lost”-Team an den Start geht. Yipeee…!

Krieg der Welten

Sonntag, Juni 4th, 2006

Krieg der Welten (Einzel-DVD)Früher hat Steven Spielberg wirklich bemerkenswerte Filme gemacht. Abgesehen von Schindlers Liste, der innerhalb des Spielberg’schen Repertoires etwas aus der Rolle fällt, war er bei wundervollen “hollywood-esquen” Filmen wie “Zurück in die Zukunft”, “E.T.” oder der “Indiana Jones”-Serie beteiligt. Was er sich allerdings bei “Krieg der Welten” gedacht hat kann man nur mutmaßen: eine irrelevante Soap-Story ohne wirklichen Tiefgang gepaart mit einer hahnebüchenen Sci-Fi-Backstory und einem Tom Cruise der wohl einmal zuviel von Scientology gebrainwashed wurde und versucht, dem Zuschauer seine Emotionslosigkeit als Entsetzen zu verkaufen.

Zur Geschichte: Ray Ferrier ist Dockarbeiter und überforderter Vater. Seine Frau hat sich von ihm getrennt und so bekommt er die gemeinsamen Kinder nur gelegentlich zu sehen. An einem Wochenende ist es wieder soweit: seine Frau Mary Ann fährt auf einen Besuch nach Boston und Ray hat die Kinder am Hals. So gerne er beim rebellischen Teenie-Sohn landen würde - mehr als ein paar Worte werden zwischen Vater und Sohn nicht gewechselt. Die Situation verschärft sich weiter als plötzlich seltsame Blitze vom Himmel kommen und vor einer Kirche nur ein paar Straßen weiter einschlagen. Als Ray nach dem “Gewitter” draußen nach dem Rechten sieht, bricht eine riesige dreibeinige Kampfmaschine aus dem Erdboden und macht alles platt was sich bewegt. Vater, Sohn und Tochter fliehen daraufhin mit dem einzig verbliebenen funktionierenden Auto um nach Boston zu kommen.

Im weiteren Verlauf teilt sich der Film in zwei Hälften auf: in der ersten Hälfte bekommt der Zuschauer einen bombastischen Action-Kracher mit einer extremen Materialschlacht zu sehen, in der zweiten Hälfte setzt Spielberg auf Suspense und Ray trifft u.a. auf einen etwas irren Harlan Ogilvy (weit unter seinen Möglichkeiten dargestellt durch Tim Robbins). Am Ende gibt es ein hollywoodtypisches Happy-End, bei dem fast alle Fragen offen bleiben. Ein Off-Sprecher erklärt das abrupte Ende der Aliens und der Film ist zuende.

Ich kritisiere nicht, dass “Krieg der Welten” keine weitere ID4-Inkarnation ist. Im Gegenteil: eine derartige Alien-Invasion einmal aus der Sicht der “Leute auf der Straße” zu zeigen ist sicherlich reizvoll. Allerdings ging der Versuch Spielbergs, eine Familiengeschichte und eine Geschichte über Verantwortung und Mut mit dem Hintergrund einer Sci-Fi-Story zu erzählen gründlich schief. Ok, die Materialschlacht in der ersten Hälfte ist sehenswert, aber der Trend Hollywoods auf kurzweilige Spezialeffekte zu setzen statt auf eine durchdachte und in sich logische Story geht auch in diesem Film weiter. Zudem hat Spielberg mit Tom Cruise einen Schauspieler gefunden, der über Soap-TV-Niveau nicht hinauskommt. Die einzig überzeugende Darstellung gibt Dakota Fanning in der Rolle der 10-jährigen Tochter ab, die Cruise locker an die Wand spielt.

Alles in allem ein irrelevanter Film ohne Ende (nicht wie üblich mit schlechtem Ende sondern eben mit überhaupt keinem Ende - irgendwann kommt einfach der Abspann). H.G. Wells wird sich im Grabe rumdrehen. Meine Empfehlung: schaut euch lieber den sehr unterschätzten “The Time Machine” an.

Wenn Technik auf Wahnsinn trifft…

Mittwoch, Mai 31st, 2006

oder wenn verrückte Coder auf die Erschütterungsfunktion von Apple-Notebooks treffen:



(Ich will das auch haben…für den Erschütterungssensor in meinem Thinkpad!)

Sakrileg strikes back

Donnerstag, Mai 18th, 2006

Telepolis hat einen köstlichen Artikel zu “The DaVinci Code” veröffentlicht. Ausschnitte gefällig?

Grob-schrille Umschläge, bluttriefende Buchstaben [...] markieren die angepeilte Zielgruppe, die irgendwo zwischen literarischen Analphabeten und den Lesern von “P.M. WISSENSCHAFT” liegen dürfte. [...] “Beim ersten Mal versteht man gar nichts, und beim zweiten Lesen fragt man sich: ‘Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?’” - so hat Hollywoodstar Tom Hanks, der hier die Hauptrolle des Kunsthistorikers und Symbolforschers Robert Langdon spielt, von seiner persönlichen Lektüre-Erfahrung berichtet, und damit “The Da Vinci Code” eigentlich ganz gut auf den Punkt gebracht. “The Da Vinci Code” ist ein Trivialschmöker, stilistisch ungefähr auf dem Niveau von Enid Blytons “Fünf Freunde”-Romanen oder den “Drei Fragezeichen”, der seine vielen Kapitel immer mit hübschen Cliffhanger-Fragen abschließt, wegen denen man - “und was jetzt?” - das Buch nicht weglegt, obwohl sie sich dann später regelmäßig in Nichts auflösen oder in ein neues Rätsel transformiert werden. Darüber hinaus ist alles erwachsenengerecht noch mit ein bisschen abendländischer Bildung angereichert, in Fast-Food-mäßig konsumierbarer Form versteht sich.

Dazu ist nichts mehr hinzuzufügen.

Habemus Fedcon XIV

Sonntag, Mai 8th, 2005

Gestern war Con-Time. In Bonn fand der 14. Federation Con statt und ich war dabei. Um halb 10 sind Nico und ich im Maritim-Hotel angekommen und zahlten happige 49,- Euro für eine Tageskarte. Mein Fazit vorab: ich dachte, dass es nicht schrägeres gibt, als den rheinischen Karneval (ja, das war damals, als mir in der U-Bahn nacheinander Dschingis-Khan, Charlie Chaplin, Alf und die Biene Maja begegnet sind). Aber es gibt schrägeres: eine Star Trek Convention.

Das Hotel, in dem die Fedcon stattfindet, ist riesig: alleine die Lobby ist sicherlich 150 Meter lang, verfügt über mehrere Restaurants und große Konferenzräume. Der größte Raum fasst mit der Empore mit Sicherheit mehr als 2000 Personen. Dazu kommen noch ein kleinerer Raum mit etwa 300 Plätzen, zwei Räume für ca. 100 Personen und 5-6 Räume in Seminarraumgröße.

Direkt nach dem Passieren des Eingangs und dem Vorzeigen des Fedcon-Armbändchens (nicht entfernbar) in apartem Signalpink, landet man auf dem kommerziellen Boden des Fandoms: im vorderen Foyerbereich und den angeschlossenen zwei Händerräumen konnte man alles kaufen, was der Trekkie so braucht, z.B. Uniformen und Rangabzeichen:

Uniformen

Socken:

Socken

Star-Trek-Pflaster für den verwundeten Starfleet-Offizier:

Pflaster

oder Star-Trek-Weihnachtsschmuck..denn echte Männer haben einen romulanischen Warbird vom Baum baumeln statt schnöder bunter Kugeln:

Warbirds am Baum

Ist man an den Händlern vorbei, stolperte man quasi auf dem Stand von Paramount Pictures, der die DVD-Boxen von Enterprise und Charmed präsentierte. Letztere von einem Imitat-Trio der drei Schwestern (merke: nächstes Mal Teleobjektiv besorgen). Gelegentlich konnte man dort auch Predatoren, Cylonen, Stormtroopern und Robocop begegnen, die im wesentlichen als Fotomotiv herhalten mussten.

Allerdings fühlte man sich gelegentlich sowieso wie auf Magrathea: dort kam grade Chewbacca vom Klo, hier schob sich Prinzessin Leia ‘nen Müsliriegel zwischen die Zähne und da drüben fragte Darth Vader nach dem Weg zum Ausgang. Sehr SEHR schräg. Viel schräger waren aber noch die richtig fanatischen Fans: wer sich als ca. 60-jährige in einen ultrakurzen TOS-Uniform-Minirock quetscht oder irre grinsend grade 180 Euro für ein Autogramm von DeForest Kelley ausgegeben hat, der erscheint mir nur begrenzt zurechnungsfähig. Freakig waren auch Leute, die voll in ihrer Rolle aufgehen, in Föderationsuniform neben einem sitzen und etwas von “these bloody Klingons” murmeln, als grade eine Horde laut singender und saufender Klingonen in voller Kampfmontur in den Saal poltern.

Trotzdem (oder gerade deswegen?) herrschte eine völlig entspannte Community-Atmosphäre, die sehr stark mit der des LinuxTags zu vergleichen ist, allerdings deutlich unformaler und noch einen Ticken entspannte. Schlipsträger suchte man vergeblich und die einzigen, die wirklich gestresst aussahen, waren die Hotelmitarbeiter, die aber scheinbar teilweise bereits kapituliert hatten.

Um 10 fing dann im Hauptraum das erste Panel an, bei dem ein NASA-Astronaut über seine Trips mit dem Space Shuttle sprechen sollte. Alle Panels dauerten 45 Minuten und wir haben eigentlich dieses nur besucht um für den nachfolgenden Slot von Dominic Keating und Jolene Blalock gute Plätze zu haben. Als Tageskartenbesitzer konnte man nur auf die Empore, von der man aber wirklich gut gesehen hat, sicherlich besser, als von Reihe 247 im Erdgeschoss. Fürs Fotographieren braucht man aber ein Teleobjektiv, sonst bekommt man nur Überblicksbilder, was man auch an meinen Fotos sieht. Was der Astronaut dann so erzählte, war ziemlich schwach. Er zeigte einen Film mit Shuttle-Starts, wie man sie schon tausendfach gesehen hat und gab an, dass ihn das alles so tief berührt hat…man hatte das Gefühl, gleich holt er eine US-Flagge raus und winkt damit. Ziemlich peinlich, zumal es auch anders geht: in der Uni-KL habe ich vor Jahren mal einen Vortrag von Reinhold Furrer gehört, der als ESA-Astronaut auf der Mir war. DAS war ein interessanter Vortrag, auch mit Videomaterial, allerdings von Dingen, die man eben nicht in den Nachrichten sieht.

Nachdem der Kerl endlich von der Bühne geschoben wurde, kam Marc B. Lee als Moderator und kündigte Dominic Keating aus Enterprise an. Der sprang förmlich aus dem Autritts-Stargate und dotzte in den nächsten 20 Minuten auf der Bühne herum, sang eine alternative Version des Enterprise Titellieds (”..I’ve got Tits and Ass, just like Jolene Blalock does..”) und machte Witze über seine Kollegen. Das Zotengereisse ging erst zu Ende, als Jolene Blalock, ebenfalls aus Enterprise, auf die Bühne kam. Dann erzählten beide ein wenig über die Dreharbeiten und die Absetzung von Enterprise. Scheinbar gab es eine Investorengruppe, die Paramount 70 Millionen Dollar nur für die Auslandsrechte für zwei weitere Staffeln geboten haben soll. Paramount lehnte das Angebot aber ab. Keating vermutet daher eine politische Entscheidung.

Ich verliess das Panel 5 Minuten vor dem Ende, weil ich zur Fotosession mit Stephen ‘Vir’ Furst aus Babylon 5 wollte. Er begrüsste jeden mit Handschlag und wechselte ein paar Worte. Stephen Furst ist Vir in Person, wie ich auch auf dem späteren Panel feststellte: die leicht gebückte Haltung, das wilde Gestikulieren mit den ausladenden Handbewegungen…Vir wie wir ihn kennen.

Nach der Mittagspause war dann die schon erwähnte Auktion dran. Richard Arnold, Convention-Inventar und ehemaliger persönlicher Assistent von His Royal Highness, Gene ‘The Great Bird of the Galaxy’ Roddenberry versteigerte Dinge aus seinem Archiv und andere Sachen für einen wohltätigen Zweck. Es ist unglaublich, was Leute für Autogramme ausgeben: 200 Euro sind keine Seltenheit. Trotzdem war die Versteigerung witzig, weil Richard Arnold ein guter Entertainer ist und nebenbei auch Anekdoten aus der Star Trek Welt zum besten gab.

Gleich danach ging es zum Panel von J.G. Hertzler und Robert O’Reilly, bekannt als die Klingonen Martok und Gowron aus diversen Trek-Serien. Ich hatte zwar schon gehört, dass die Panel von den beiden sehr gut sein sollen, aber ich war auch noch nie ein richtiger Fan der Klingonen und des Mythos drumrum. Was die beiden allerdings auf der Bühne abgezogen haben, war einfach unglaublich und hat alle anderen Panels an dem Tag in den Schatten gestellt. Von Sketchen über Anekdoten bis zu Gesangseinlagen war alles dabei und immer mit perfektem Showmanship aber trotzdem nah am Publikum. Wer irgendwie die Chance hat, sich die beiden irgendwo mal anzuschauen, der sollte es tun - auch nicht-Star Trek Fans!

Nach diesem Panel war erst mal eine längere Pause angesagt, weil im Hauptraum die Autogrammsession für Dauerkarteninhaber lief. Ich sage nur: eine Schlange von vielleicht 2500 Leuten, die sich durch das gesamte Gebäude gezogen hat. Um diese Autogramme hat sich ein richtiger Markt gebildet: ein Autogramm wird scheinbar nicht mehr als Andenken gesehen, sondern als Investition zum weiterverkaufen oder -tauschen. Das zeigte sich auch daran, dass eine Signatur von einem Schauspieler satte 20 Euro kostete, ein Bild mit ihm oder ihr zusammen aber sehr viel weniger oder sogar umsonst zu haben war.

Generell läuft das bei Conventions scheinbar so, dass die Gäste nur die Anreise und die Übernachtung gezahlt bekommen, aber keine Gage. Ausnahmen gibt es wohl nur für Superstars wie Brent Spiner oder Leonard Nimoy. Die Anderen machen ihr Plus dann damit, dass sie Autogramme verkaufen. Deswegen saßen auch viele Gäste fast den ganzen Tag in der ständigen Autogrammstunde. Die war mäßig besucht und bot damit eine ideale Möglichkeit, ein paar Fotos zu schießen und mal wirklich nah an die Leute ranzukommen.

Glory und ichGegen 17 Uhr machte ich dann noch ein Foto mit Clare Kramer alias Glory aus Buffy. Clare Kramer sieht im echten Leben noch viel besser aus, als in der Serie.

Richtig, richtig schräg wurde es dann um 18:30 beim Kostümwettbewerb. Spätestens als die “Happy-Hippo Star-Wars-Truppe” aufgetreten ist, wurde mir einiges im Trek-Fandom klar. Die gewannen dann auch später den “Robert-O’Reilly-Entertainment-Award”, obwohl ich bezweifle, dass er wirklich verstanden hat, was ein Überraschungsei ist.

Gleich anschließend zeigte Action Concept (ja, das sind die von Cobra 11) eine Stunt-Show, die zwar technisch wirklich eindrucksvoll war, thematisch mit “Mortal Kombat” aber total das Ziel verfehlt hat. Obwohl die Show “seit Oktober speziell für die Fedcon vorbereitet” wurde, kam wohl niemand auf die Idee, vielleicht etwas Sci-Fi-nahes zu realisieren, zum Beispiel einen coolen Laserschwertkampf. Aber naja, was soll man von denen erwarten, das ist wie Cobra 11 et al: Technik hui, Story pfui.

Schon während der Stuntshow füllte sich der Raum bis auf den letzten Platz, weil danach Leonard Nimoy alias Spock dran war. Als der auftrat gab es erst mal minutenlange Standing-Ovations. Den gelungenen Start zerstörte Nimoy allerdings schon nach kurzem, in dem er ein merklich einstudiertes Con-Programm abspulte und schon Sekunden nach den Ovations von getoasteten Muffins sprach. Da hätte ich von einem altgedienten Schlachtross mehr erwartet. Egal: es ist Spock, das reicht.

Allerdings musste ich schon nach 15 Minuten wieder los, weil ich unbedingt das Panel von Stephen Furst besuchen wollte. Dort waren dann weniger als 10 Leute, was ein wirkliches Plus war. Furst erzählte einige Stories von den Dreharbeiten, zeigte einen kurzen Trailer seiner Regieprojekte und beantwortete Fragen. Er sagte auch etwas zum Platzen des geplanten B5-Kinofilms. Scheinbar wollte das Studio, dass alle Hauptpersonen neu besetzt werden sollten, worauf sich JMS weigerte und das ganze Projekt platzen lies. Ist wohl auch besser so, wer will schon einen anderen Londo sehen??

Nach dem Panel war es dann schon 21:30 und ich habe mich auf meinen Sandspeeder geschwungen und bin nach Hause geflogen. Die Con war wirklich sehr witzig und ich werde versuchen im nächsten Jahr wieder da zu sein. Leider zieht die Fedcon in 2006 nach Fulda um, was für mich als Neu-Bonner natürlich ziemlich doof ist, gerade weil die Con jetzt fast 10 Jahre in Bonn war, aber irgendwie wird das schon klappen.

Ach ja, hier sind meine Fotos vom Fedcon XIV zu finden (ca. 150 Stück).

Joo Janta 200 Peril Sensitive Sunglasses

Sonntag, April 3rd, 2005

Bald ist es soweit: Per Anhalter durch die Galaxis kommt in die Kinos. Am 16. Juni wird sich zeigen, ob Hollywood einen Treffer gelandet, oder wieder einmal ein perfektes Buch in einen schlechten Film umgesetzt hat.
Here I am, brain the size of a planet and they ask me to stand still

Zumindest der Cast sieht sehr vielversprechend aus. Vor allem die Teilnahme von John Malkovich beruhigt mich etwas, denn der hat ja auch schon für anderen abgedrehten Kram hergehalten. Trotzdem bin ich sehr gespannt darauf, wie es Garth Jennings schaffen will, den ganz und gar nicht massentauglichen Inselhumor in einen jugendtauglichen Blockbuster zu verwandeln.

Ich denke der Film wird entweder grottenschlecht oder genial gut. Ein Dazwischen wird es nicht geben, nicht beim Anhalter!

Zur Einstimmung schonmal ein paar Wallpapers:

Nachtrag: selbst wenn der Film schecht wird, gibts vielleicht endlich mal eine vernünftige deutsche Gesamtausgabe aller Anhalter-Bände als Hardcover. Mal sehen…

The Village - Das Dorf

Sonntag, März 20th, 2005

Mit The Village liefert M. Night Shyamalan nach “The Sixth Sense”, “Unbreakable” und “Signs” einen weiteren Mystery-Thriller ab. The Village

In einem Dorf des 19. Jahrhunderts geht die Angst um: seit Jahren hat niemand mehr das Dorf verlassen, denn im umgebenden Wald leben mythische Kreaturen, die angeblich jeden töten, der versucht ihn zu durchqueren. Lucius (wie immer kongenial von Joaquin “Signs” Phoenix dargestellt) entschließt sich, die zu Ende gehenden Vorräte an Medizin in der Stadt aufzufüllen. Der Ältestenrat des Dorfs fürchtet jedoch die Rache der Waldbewohner und versagt Lucius die Erlaubnis für die Reise. Doch es kommt alles ganz anders…

Der Schlüssel zu diesem Film liegt, wie bei allen Filmen von Shyamalan, in den letzten 15 Minuten. Bis zu diesem Punkt ging ich noch von einem technisch und schauspielerisch gut gemachten, aber langatmigen und in gewisser Weise irrelevanten Film aus. Doch auch hier kommt alles ganz anders…

Mehr kann man hier eigentlich nicht erzählen, ohne Geheimnisse vorweg zu nehmen. Ich rate einfach dazu: anschauen! 8 von 10 Punkten!

The Chronicles of Riddick

Sonntag, März 20th, 2005

“Riddick - Chroniken eines Kriegers”, so der etwas verzerrte deutsche Titel, ist der zweite Teil des Sci-Fi-Knallers “Pitch Black”. War dieser erste Teil noch ein günstig produzierter Geheimtip, wurde bei den Chroniken richtig viel Geld ausgegeben. Und das sieht man auch: die Action ist furios, die Spezialeffekte bombastisch, der Ton nahe an der Perfektion und die Regie visionär.
Riddick - Chroniken eines Kriegers

Dabei ist es bei diesem Film auch zu verschmerzen, dass die Handlung zwar nicht völlig fehlt, aber von der visuellen Bildgewalt fast verdrängt wird. Das Universum von Riddick ist bunt, es ist laut und es ist gewalttätig. Überraschend für einen Hollywood-Blockbuster bewegt sich Riddick fern jeder Political-Correctness. Vin Diesel ist die Rolle des brutalen und konsequenten Mieslings Riddick auf den Leib geschrieben. Selten gab es einen solchen Anti-Protagonisten, dem man seine Bosheit auch so konsequent abgenommen hat wie hier.

Dabei klappt die Integration in die Handlung von Pitch Black besser, als ich nach den Trailern befürchtet hatte: die völlige Neukonstruktion des Riddick-Universums fügt sich sehr gut in Gegebenheiten aus dem ersten Teil ein. Geschickt wurden auch die Musik und einzelne Handlungsfäden aus Pitch Black in den zweiten Teil eingewebt. Trotzdem fehlt der letzte Funken: ein wenig mehr Vision bei der Handlung und dieser Film hätte ein Meilenstein des Sci-Fi-Action-Kinos werden können, an den man sich noch in Jahren erinnert. Diese Chance hat er jedoch leider knapp verpasst. Herausgekommen ist dennoch eine großartige Space-Opera, die in einigen Bereichen Maßstäbe setzt - aber eben nicht in allen.

Ich bin mit keinen großen Erwartungen an diesen Film gegangen und wurde positiv überrascht. Der Film ist so bombastisch, dass man sich fast ärgert, ihn erst jetzt auf DVD zu sehen und auf der großen Leinwand verpasst zu haben. Falls Sie einen Film suchen, mit dem sie ihre Bild- und Tonanlage mal so richtig ausfahren wollen, dann nehmen Sie diesen. Ich vergebe 8 von 10 Punkten.