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Sakrileg overhyped

SakrilegRobert Langdon, Professor für Symbologie und derzeit in Paris, wird in den Louvre gerufen. Dort
hat die Polizei kurz zuvor den Musemsdirektor Jaques Saunière tot vor einem Gemälde von Leonardo aufgefunden. Wegen einer Notiz neben der Leiche gerät Robert Langdon ins Fadenkreuz der französischen Polizei. Es beginnt eine Jagd durch Frankreich und England, bei der Robert Langdon einer von Saunière gelegten, raffinierten Kette von Hinweisen zu einem uralten Geheimnis folgt und dabei versucht, seinen Häschern zu entgehen.

Eines vorweg: Sakrileg ist ein durchaus spannendes Buch und solide geschrieben. Der sprachliche Stil hat sich seit Illuminati deutlich verbessert. Allerdings ist das auch das einzige, was es an dem Buch zu loben gibt. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: ich halte dieses Buch für eines der überschätztesten Bücher seit Jahren. Warum sich Sakrileg seit Monaten in den Bestsellerlisten hält und dutzende von Begleitbüchern und Dokumentarfilmen erzeugt hat, kann man nur mit geschicktem Marketing erklären.

Hatte Illuminati noch eine ausgefeilte, intelligente Geschichte mit einer wirklich überraschenden Auflösung, verfügt Sakrileg nur über einen absolut linearen Aufbau mit vorhersehbaren Wendungen und einem lahmen Schluss. Man wird beim Lesen das Gefühl nicht los, dass dieses Buch ein schnell zusammengeschriebenes, geldgetriebenes Sequel zu Illuminati ist. Ich stelle mir das ungefähr so vor:

Verleger: “Hey Dan, das Illuminati läuft ja ziemlich gut, wir brauchen mehr davon!”

Dan Brown: “Klar, bis wann?”

Verleger: “Am besten vorgestern. Ist egal, was Du schreibst, Hauptsache es ist schnell fertig! Den Rest erledigt unser Marketingbudget! Har Har Har!”

Dan Brown: “Ok, Chef, kein Problem.”

Und genauso ist Sakrileg geworden: ein lahmer Aufguss von Illuminati. Schnell runtergeschrieben und ohne Ambitionen. Wer also noch vor hat, Sakrileg zu lesen, dem empfehle ich, es zu lassen – es lohnt einfach nicht.

Das war auf jeden Fall mein letzter Brown. Da warte ich doch lieber auf das nächste Buch von Andreas Eschbach.

10 Antworten auf “Sakrileg overhyped”

  1. Quendor » Blog Archive » Sakrileg für Nichtleser schreibt:

    [...] Blog Archiv Was ist Quendor? Bilder Impressum « Sakrileg overhyped Sakrileg für Nichtleser Für all diejenigen, die meiner [...]

  2. bambam schreibt:

    Was redest du da eigentlich, du hast recht Sakrileg war nicht so gut wie Illuminati aber es war viel geschichtliches enthalten und wer meint es lesen zu müssen, ich habe es gelesen und “holy blood holy grail “auch und glaube viel aber nicht alles. bye bambam

  3. claudia schreibt:

    Hi!
    Ich muss bambam recht geben. Ok, das Ende ist wirklich Hollywood-Schnulz, aber so durchsichtig wie du es darstellst, ist das Buch auch nicht. Abgesehen davon stellt sich auch die Frage, was man von dem Buch erwartet hat. Ich z.B. wollte einfach nur einen spannenden und guten Krimi lesen. Dafür war es meines erachtens sehr gut (das Ende nehme ich auch hier raus ;o). Wenn man natürich an neue Fakten und tolle Entdeckungen geglaubt hat, sieht das etwas anders aus. Natürlich waren die Fakten schon bekannt. Woher soll Dan Brown auch auf einmal neue Fakten ausgraben?! Aber wer nicht gerade eine wissenschaftliche Abhandlung über den Heiligen Gral lesen will, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.
    Zu dem Punkt, dass das Buch überbewertet sei, gebe ich Dir recht. Es ist gut, schöner Stil und spannender Krimi, aber so lang auf der Bestsellerliste… Ich denke, dass Dan Brown dieses Thema einfach massenkompatibel gemacht hat. Und das Marketing darf natürlich letztlich auch nicht fehlen.

    Nichts desto trotz: Lest das Buch, es gibt zumindest Anlass, mal über die christliche Religion und die Kiche im Allgemeinen nachzudenken. Wen dieses Thema interessiert, der sollte sicher auch das Thomas-Evangelium lesen. Es ist das Evangelium, welches die Kirche bis heute nicht anerkennt, obwohl Jesus es geschrieben haben soll. Ohne Worte…. Lg Claudia

  4. Dominic schreibt:

    Weder Dan Brown noch Andreas Eschbach sind gute Schriftsteller. Stilistisch sind beide äußerst schwach.
    Illuminati ist absurd, unglaubwürdig und unspannend. Wenn Dan Brown versucht Spannung aufzubauen, indem er versucht dem Leser einen Sachverhalt ein paar Seiten oder Kapitel vorzuenthalten, fühlt man sich behandelt wie ein kleines Kind. Nur ist man keins und ist dem Text (oder auch dem dämlichen Helden) laufend voraus. Anstatt eine kurze knackige Geschichte zu erzählen, kratzt er dauernd an der Oberfläche von Wissenschft, Philosophie und Christentum herum, ohne auch nur einen Millimeter weiterzukommen.
    Sein Spannugsaufbau gerät derart geschwätzig, daß Lesefreude nicht recht aufkommt. Sein Stil ist als solcher kaum zu erkennen und so liefert er sprachliche Allgemeinplätze ab. Personenentwicklung: Fehlanzeige.
    Ich mußte das mal loswerden, nachdem allerorten Brown gelobt wird, als wäre er eine literarische Größe. Mit der Beurteilung “das ist ein gutes Buch” ist man heute einfach zu schnell bei der Hand…

  5. Richard schreibt:

    Aber aber “Herr Goebbels”, ist es schon wieder soweit:
    “Wer also noch vor hat, Sakrileg zu lesen, dem empfehle ich, es zu lassen – es lohnt einfach nicht.”
    das man anderen vorschreibt, was zu lesen ist und was nicht?
    Ausser Sekten wie den Christen u.a. haben das nämlich nur noch die Nazies und die Commies gemacht.
    Natürlich ist Brown nicht Goethe, aber das war Karl May auch nicht, aber mehr gelesen, als Goethe und Schiller zusammen.
    Also, von wem wird die webseite gesponsort? Vatikan? Castro? Oder der NPD?

  6. Klaus schreibt:

    halo erst mal alle zusammen,

    ich frag mich, wie man nur so blöd disskutieren muss. das ist ein thriller. und diese jesus-maria magdalena geschichte auch nur ne theorie. wer sie glauben will, der glaubt sie, wer nicht, der halt nicht. ist das sinnvoll, darüber zu diskutieren??? dan brown hat ein roman geschrieben, und nicht irgeneine wissenschaftliche studie. so ist es nicht notwendig, das buch genau in bezug auf das wissenschaftliche zu kritisieren.

    noch was in bezug auf den “da vinci-code”: die zeichen auf den bildern (felsgrottenmadonna/das letzte abendmahl) kann man nicht in frage stellen. man muss doch zugeben, dass das nicht zufall sein kann.(z.B. maria magdalena und jesus; das letzte abendmahl)
    worum man streiten muss ist, ob es eine zuverlässige quelle für tatsachen ist. da vinci hatte ja keine besonders gute verhältnisse zur katholische kirche… woher konnte er diese sachen denn wissen???? (eine vermutung könte sein, dass das schon für ihn nur ne theorie war…)

    das grenzt doch schon fast an neid (auf brown), weil er mit sakrileg so viel erfolg gehabt hat. wenn der verfasser von “sakrileg overhyped” selbst ein bisschen lesen würde, hätte er vielleicht mitbekommen, dass dan brown für das buch mehrere reisen quer durch europa auf sich genommen hat, um gründlich und profesionell zu recherchieren.

    alles in einem muss man sagen, dass sakrileg ein roman und keine studie ist. somit sollte man nicht solche texte verfassen, sondern einfach den thriller lesen und genießen. man sollte nicht das schlechte vom buch hervorheben, sondern das gute. und an alle katholiken, die das buch als unchristlich und als gotteslästerlich sehen: ich bin selbst gläubiger christ und gehöre der römisch-katholischen kirche an, und finde, dass man das buch nicht so ernst nehmen sollte, jedenfalls nicht im negativen sinne.

    PD: wer frei von sünden ist, der werfe den ersten stein!

  7. Julia schreibt:

    Findest du deinen Kommentar hier nicht ein wenig schwach? Mal ganz von deiner oder meiner Wertung abgesehen, finde ich doch, dass dein dazwischen geschobener Dialog zwischen Verleger und Dan Brown weder witzig, noch intelligent, oder sonst irgendetwas ist. Es ist einfach schlecht. Wenn du schon Kommentare schreibst und dich derart wichtig machst (ich beziehe mich dabei auch auf deine anderen Einträge), dann geb dir auch wenigstens Mühe. Arroganz allein wird nämlich nicht bezahlt, wenn du mal groß bist.

  8. Helena schreibt:

    Das buch ist super und nur weil du es nicht ganz verstanden hast musst du nich so blöde witze drüber zihen! Wie gesagt ich fands super als Roman und als aufklärungs Buch!

  9. Bernd schreibt:

    HAHAHA
    WIE WiTZIG
    HEY DU AUTOR WIR FINDEN SAKRILEG ZIEMLICH SCHEISE KÖNNTST DU DIESE BUCH MA HERUntER MACHEN KLA WARUM NET HAR hAR

  10. Lucky schreibt:

    Hmmm….also ich lese gerade Sarilek (fast fertig) und ich muß sagen ich finde das Buch recht gut.Sicherlch gibt es bessere…aber das ist wohl Geschmackssache.
    Ich persönlich finde das Dan Brown für dieses Buch sehr gut recherchiert hat.Wer sich mal die Mühe macht die “Fakten” aus dem Buch zu checken wird mir da recht geben.

    Massenkompatibel….das war eines der Worte in vorangegangenen Beiträgen…nun, er hat dieses Buch in der Tat irgendwie “Massenkompatibel” gemacht.Das ist auch gut so.So denken vieleicht doch mal ein paar mehr über die christliche Lehre und die Kirche nach.

    Zusammenfassend:
    Ich denke man sollte dieses Buch ruhig lesen und sich dann seine eigene Meinung darüber bilden.Ich kann es nur empfehlen.Habe ich doch durch das lesen dieses Buches schon die nächsten zu lesenden rausgesucht.(Ich will nun mehr wissen über den heiligen Gral, die “Lüge” der kirche usw.)

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