The Chronicles of Riddick
“Riddick - Chroniken eines Kriegers”, so der etwas verzerrte deutsche Titel, ist der zweite Teil des Sci-Fi-Knallers “Pitch Black”. War dieser erste Teil noch ein günstig produzierter Geheimtip, wurde bei den Chroniken richtig viel Geld ausgegeben. Und das sieht man auch: die Action ist furios, die Spezialeffekte bombastisch, der Ton nahe an der Perfektion und die Regie visionär.

Dabei ist es bei diesem Film auch zu verschmerzen, dass die Handlung zwar nicht völlig fehlt, aber von der visuellen Bildgewalt fast verdrängt wird. Das Universum von Riddick ist bunt, es ist laut und es ist gewalttätig. Überraschend für einen Hollywood-Blockbuster bewegt sich Riddick fern jeder Political-Correctness. Vin Diesel ist die Rolle des brutalen und konsequenten Mieslings Riddick auf den Leib geschrieben. Selten gab es einen solchen Anti-Protagonisten, dem man seine Bosheit auch so konsequent abgenommen hat wie hier.
Dabei klappt die Integration in die Handlung von Pitch Black besser, als ich nach den Trailern befürchtet hatte: die völlige Neukonstruktion des Riddick-Universums fügt sich sehr gut in Gegebenheiten aus dem ersten Teil ein. Geschickt wurden auch die Musik und einzelne Handlungsfäden aus Pitch Black in den zweiten Teil eingewebt. Trotzdem fehlt der letzte Funken: ein wenig mehr Vision bei der Handlung und dieser Film hätte ein Meilenstein des Sci-Fi-Action-Kinos werden können, an den man sich noch in Jahren erinnert. Diese Chance hat er jedoch leider knapp verpasst. Herausgekommen ist dennoch eine großartige Space-Opera, die in einigen Bereichen Maßstäbe setzt - aber eben nicht in allen.
Ich bin mit keinen großen Erwartungen an diesen Film gegangen und wurde positiv überrascht. Der Film ist so bombastisch, dass man sich fast ärgert, ihn erst jetzt auf DVD zu sehen und auf der großen Leinwand verpasst zu haben. Falls Sie einen Film suchen, mit dem sie ihre Bild- und Tonanlage mal so richtig ausfahren wollen, dann nehmen Sie diesen. Ich vergebe 8 von 10 Punkten.




