The Grudge
Gestern hatte ich das Vergnügen, mir The Grudge ansehen zu können.
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Zum Inhalt: Karen, eine amerikanische Austauschstudentin in Japan absolviert ein Praktikum in häuslicher Pflege. Sie wird in ihrem ersten Einsatz zu einer amerkanischen Familie geschickt, deren ältestes Mitglied, die Mutter des Hauseigentümers, seit dem Einzug nur noch apathisch vor sich hin starrt.
Karen soll für einen Tag eine Kollegin vertreten, die nicht zur Arbeit erschienen ist. Kaum angekommen und nach dem ersten Kontakt mit der ältlichen Dame, hört Karen unheimliche Geräusche vom Dachboden des ansonsten leeren Hauses. Auf der Suche nach der Quelle findet sie in einem verschlossenen Schrank einen kleinen Jungen…und damit beginnt eine Geschichte, bei der nicht wenige Leute das Zeitliche segnen werden.
Prinzipiell ist dieser Film nichts weiter, als eine weitere Variation des Themas “verfluchtes Haus”, jedoch mit einigen interessanten Variationen: zunächst ist der Schauplatz der Geschichte in Japan angesiedelt und die Handlung wird zum großen Teil davon getragen, dass sich die Protagonisten dort recht verloren und einsam fühlen. Weiterhin spielt der Film damit, dass sich völlig normale Situationen schlagartig in Horrorelebnisse verwandeln, nicht ohne mit Ton- und Schnittechnik dem Zuschauer gehörig zu erschrecken. Das gesamte Kino hat es an mehreren Stellen förmlich aus den Sitzen geworfen. Nach der dritten Schocksequenz war man sich für den Rest des Films nicht mehr sicher, wann man wieder verdammt effektiv erschreckt wird – vorbereitet war man darauf. Und genau das erzeugte ein entsprechendes Gefühl von Verunsicherung und ständigem Bereitsein für den Sprung: der Zuschauer wird durch eine Tour-de-Force gejagt und hat keine Zeit zum Luftholen.
Allerdings kann diese gute Machart auf der Meta-Ebene und das ungewöhnliche Setting auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung recht konventionell gestaltet ist, bis hinunter zum vorhersehbaren – und ein Sequel einleitenden – Schluss. Dazu kommt noch, dass selbst diese Handlung und auch das Produktionsdesign recht schamlos vom Vorreiter des Japano-Horrors The Ring abgekupfert ist. Nur ist beides dort besser ausgearbeitet und war zu seiner Zeit innovativ.
Mein Fazit: ein guter Film zum schocken, aber sonst recht flach und nachgemacht. 7 Punkte, inklusive des Sarah Michelle Gellar-Bonus.







