Würstchenverkäufer und Terroristen
Wieder mal ein Telepolis-Artikel, der mir aus der Seele spricht. Rolf Gössner zur WM:
Die Bundesrepublik [..] nimmt dieses sportliche Mega-Ereignis zum Anlass, den Staat noch weiter aufzurüsten, verschärft auf Überwachung und Kontrolle zu setzen, auf Abschottung und Ausgrenzung, auf Machtdemonstration und Abschreckung. Schon im Vorfeld der WM schien es, als würde in einer Art von nationalem Sicherheitswahn der Ausnahmezustand geradezu herbeiphantasiert, als müsse sich der Gastgeber Deutschland vor einem feindlichen Überfall schützen, als wäre die WM ein Großschadensereignis und kein Sportfest.
und weiter:
Es gibt, wie gesagt, ein WM-Bedrohungsszenario, mit dem fleißig innere Sicherheitspolitik betrieben wird. Gerade diese Art von “Sicherheitspolitik” folgt einem Trend, der schon lange eingeschlagen worden ist und der seit den Terroranschlägen in den USA vom 11.9.2001 verschärft vorangetrieben wird. Seitdem liefert die “internationale Terrorgefahr” eine bewährte Super-Legitimation für schwere Grundrechtseingriffe. Diese ständige diffuse Bedrohung legitimiert offenbar die Preisgabe von Bürgerrechten und begünstigt angepasstes Wohlverhalten der Bürgerinnen und Bürger: “Angst ist das Schmieröl der Staatstyrannei”, so lautet eine frühe Erkenntnis sinngemäß.







